Zu Besuch bei Oma: Eine Zugfahrt mit Hindernissen.

Wie ein alter Fahrschein zu einer Geschichte inspiriert.

 
 

von Diana Schlee

Die sechsjährige Frida steht mit ihrer Mama und ihrem Stoffaffen Teddy am Hauptbahnhof in Hamburg. Sie sind schon fast bei der Oma in Hamburg Ehrenfeld angekommen und müssen nur noch drei Stationen mit der S-Bahn zurücklegen. Auf der Anzeigentafel sieht Frida, dass die S-Bahn erst in 10 Minuten kommen wird und so bittet sie ihre Mutter mit ihr und Teddy in den Süßwarenladen in der Mitte des Bahnsteiges zu gehen, damit sie noch Bonbons für Oma, Teddy und sich kaufen kann.

Nachdem Frida sich eine Tüte Fruchtgummifrösche und Schokotaler ausgesucht hat, bezahlen sie den Einkauf und gehen zurück zum Bahnsteig, an dem der Zug bereits zum Einsteigen bereit steht.

Kurz bevor sich die Türen schließen muss Frida mit Entsetzen feststellen, dass Teddy fehlt. Sie muss ihn am Süßigkeiten-Regal vergessen haben. Obwohl Mama ihr schon oft gesagt hat, dass sie nicht einfach weglaufen darf zögert Frida nicht lange und springt aus dem Zug. Die Türen schließen sich. Der Zug fährt los und Mama ist weg.

Frida schaut dem Zug traurig hinterher und rennt wie der Wind in den Süßigkeitenladen, um Teddy zu holen. Danach setzt sie sich auf eine Bank am verlassenen Bahnsteig, umklammert ihren Teddy und weint bitterlich.

Da kommt ein Schaffner, schaut sie mitleidig an und setzt sich zu ihr. Er erkundigt sich, warum sie hier ganz alleine unterwegs sei. Frida erzählt ihm alles ganz genau und sagt dem freundlichen Schaffner, dass die Mama ganz alleine in der letzten S-Bahn nach Ehrenfeld sitze und sie wegen des Teddy den Zug verpasst habe.

Der Schaffner nimmt sofort Kontakt zum Zugführer auf, der natürlich bereits im Bilde ist, da Fridas‘ Mama sofort die Zugbegleiter informiert hat.

Sie verabreden sich an der S-Bahn-Station Ehrenfeld und Frida, Teddy und der Schaffner gehen zum Ticketautomaten, um eine Kurzstrecke zu lösen. Auf die Frage, warum der Schaffner nur zwei Tickets kaufe obwohl sie, Teddy und er doch zu dritt seien, antwortet ihr der Schaffner mit einem Lächeln, dass Stoffaffen bei der S-Bahn Hamburg ganz umsonst reisen dürfen.

Die drei steigen in den nächsten Zug und werden in Ehrenfeld von einer überglücklichen Mama empfangen, die Frida entgegen läuft und sie fest in die Arme schließt.

 

Vielen Dank an die Workshopteilnehmerin:
Diana Schlee
AMCON GmbH, Osterstraße 15, 49661 Cloppenburg